Vodafone IPTV

Neben der Deutschen Telekom ist Vodafone der andere große IPTV-Anbieter in der Bundesrepublik. Dabei hat der Mannesmann-Nachfolger allerdings einen gänzlich anderen Ansatz als der Konzern aus Bonn, der sich auch direkt auf das IPTV Receiver-Angebot niederschlägt. Während die Telekom das Internetfernsehen als Alternative zu den sonstigen Verbindungsarten versteht, ist es für Vodafone eine Ergänzung. Ähnlich wie beispielsweise bei Unternehmen wie Apple (Apple TV), geht man auch bei Vodafone davon aus, dass die IPTV-Kunden weiterhin via Kabel oder Satellit Fernsehen schauen möchten. Greifbarer Beweis hierfür ist das IPTV-Receiver-Angebot des Unternehmens, welches durch die Hybrid-Box geprägt wird.

Das IPTV-Angebot von Vodafone

Das IPTV-Angebot von Vodafone trägt die Bezeichnung „Vodafone TV“. Grundsätzlich können mit dem IPTV-Angebot alle frei empfangbaren SD- und HD-Sender bezogen werden. Zugleich ist es möglich, Zugriff auf eine große Videothek von aktuellen Blockbustern und Serien zu erhalten. Diese Programme können entweder einzeln gemietet oder in Form von Pay-TV-Paketen bezogen werden. Diesbezüglich offeriert Vodafone die Pakete „Kinder“, „Film“, „Lounge“ und „Doku“. Der Name des Angebots zeigt an, welche Inhalte in dem Paket enthalten sind. Das IPTV-Angebot von Vodafone kann nur zusammen mit einem Internet- und Festnetzanschluss gebucht werden.

Die Hybrid-Box als IPTV-Receiver

Hybrid-Box bedeutet, dass hier verschiedene Verbindungsarten in einem Gerät zusammenkommen. So ermöglicht die Box nicht nur den Empfang von IPTV, sondern besitzt auch ein Modul, das mit einer Satellitenschüssel verbunden werden kann sowie einen Tuner, der den Empfang von Kabelfernsehen ermöglicht. Zugleich ist in die Hybrid-Box eine Festplatte integriert, die in ihrer Standardfassung ein Volumen von 320 GB aufweist. Mit dieser können zum einen Programme gespeichert werden, außerdem dient sie für die Timeshift-Funktion („zeitversetztes Fernsehen“). Die Hybrid-Box verbindet sich automatisch mit dem Vodafone TV-Center, über das beispielsweise auch auf die große Online-Videothek des Hauses zugegriffen werden kann. Die Software des Centers erleichtert auch den Umgang mit dem Receiver: So können Aufnahmen besser geplant und verwaltet werden. Zudem können Favoritenlisten erstellt und einfacher gemischt werden.

Der Hybrid-Vorteil: Freie Internetleitung

Vodafone hat sich für die Lösung einer Hybrid-Box als IPTV-Receiver entschieden, weil das Unternehmen davon ausgeht, dass die meisten User, wenn sie das normale TV-Programm verfolgen, trotzdem gerne die Internetleitung mit voller Kapazität zur Verfügung hätten, um beispielsweise Downloads zu machen oder mit Freunden zu chatten. Wird sie in der Zeit jedoch durch den Empfang von IPTV besetzt, sinkt die Kapazität für solche Vorgänge deutlich ab. Wenn stattdessen die Umschaltmöglichkeit zu Satellit oder Kabel besteht, können die Nutzer auf diese Weise ihre Internetleitung weiterhin mit vollem Tempo nutzen.

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